Wonach suchen Sie?

    KARDIOLOGIE soH

    Wir klären Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab und behandeln diese. Zudem unterstützen wir Sie bei der Herzvorsorge im Rahmen eines gesunden Lebens. Unser breites, standortübergreifendes Angebot an Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten stellt die Versorgung in der Region sicher. Sie profitieren von kurzen Anfahrtswegen und der engen Vernetzung mit universitären Partnerspitälern.

    Modell eines menschlichen Herzens
    Patienten & Angehörige

    Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist eine der Grundvoraussetzungen für das körperliche, geistige und soziale Wohlergehen. Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur und des Lebensstils führen zu einer Zunahme von kardiovaskulären Krankheiten. Gleichzeitig entwickeln sich aber auch vielfältige Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Krankheiten.

    Invasive Kardiologie (koronar und strukturell)

    In unserem Herzkatheterlabor am Bürgerspital diagnostizieren wir Herzkranzgefässerkrankungen. Zudem sind wir in der Lage, Druck- und Flussverhältnisse im Herzen und Kreislauf mittels Katheter zu erfassen und zu beurteilen. Die meisten Patienten können wir hier mittels kathetergestützten – d.h. minimalinvasiven – Verfahren direkt behandeln.

    Neben elektiven Patienten behandeln wir prioritär Notfälle (z.B. akute Herzinfarkte. Um Infarktpatienten schnellstmöglich versorgen zu können, arbeiten wir eng mit regionalen Rettungsdiensten sowie Notfall- und Intensivstationen zusammen. Für die Behandlung komplexer Herzerkrankungen (TAVI, Mitraclip, Herzchirurgie) kooperieren wir eng mit den Universitätskliniken in Basel und Bern.

    Alle Leistungen finden Sie unter Leistungsangebot.

    Schrittmachertherapie/implantierbarer Defibrillator/CRT
    Schrittmacher bei zu langsamem Puls

    Patienten mit bradykarden Rhythmusstörungen können wir durch die Implantation eines Schrittmachers helfen. Dieser nimmt die elektrischen Impulse des Herzens wahr und stimuliert bei zu langsamer Herzfrequenz oder Pausen den Herzmuskel.

    Die Risiken eines solchen Eingriffs, den wir unter lokaler Betäubung durchführen, sind sehr gering. Die erste reguläre Nachkontrolle findet nach einem Monat, danach in jährlichen Abständen statt.

    Implantierbarer Defibrillator bei zu schnellem Puls - Bürgerspital Solothurn

    Ein implantierbarer Defibrillator kann Patienten mit lebensbedrohlichen schnellen Kammerrhythmusstörungen vor plötzlichem Herztod schützen.

    Das Gerät überwacht den Herzrhythmus, erkennt gefährliche Rhythmusstörungen und beendet diese schmerzlos durch Überstimulation oder mittels Schockabgabe. Die Einlage des Defibrillators gleicht der Schrittmacherimplantation; das Gerät wird alle sechs Monate auf seine Funktion und mögliche unbemerkte Rhythmusstörungen überprüft.

    Resynchronisationsschrittmacher bzw. Defibrillator (CRT) - Bürgerspital Solothurn

    Patienten mit einer chronischen Herzschwäche können wir zusätzlich zur medikamentösen Therapie mit einer speziellen Herzschrittmachertherapie helfen. Voraussetzung ist, dass das EKG auf eine verzögerte elektrische Erregungsausbreitung hinweist (sog. Schenkelblockbild). Falls die Therapie in Frage kommt, werden wie bei der Schrittmachertherapie Elektroden ins Herz eingebracht. Eine Elektrode wird jedoch über ein spezielles Gefäss auf die linke Herzseite vorgeschoben. Bei vielen Patienten kann dadurch die elektrische Erregung des Herzens deutlich beschleunigt und synchronisiert werden und Herzschwäche-Symptome können gelindert werden oder es kann sich gar die Herzfunktion messbar verbessern.

    Neben einer reinen Schrittmachertherapie gibt es Kombi-Geräte, die ebenfalls einen Defibrillator beinhalten. Diese Option und die Eignung des Patienten sowie die spezifischen Eingriffsrisiken werden im Vorfeld besprochen. Das Gerät wird alle 6 Monate kontrolliert, häufig in Kombination mit den üblichen Nachuntersuchungen, wie z.B. dem Herzultraschall.

    Rhythmusstörungen/EPU Labor

    Neben verschiedenen langsamen Rhythmusstörungen leiden viele Patienten an schnellen Rhythmusstörungen. Diese korrekt zu diagnostizieren, stellt häufig bereits eine Herausforderung dar. Neben den herkömmlichen diagnostischen Möglichkeiten bieten wir deshalb die elektrische Untersuchung des Herzens (elektrophysiologische Untersuchung bzw. EPU) und kathetergestützte Behandlung (Verödung bzw. Ablation) an.

    Elektrophysiologische Untersuchung und Ablation - Bürgerspital Solothurn

    Je nach Rhythmusstörungen werden mehrere Katheter über eine Vene von der Leiste zum Herzen geführt. Über diese Katheter können wir die elektrischen Impulse des Herzens studieren und die fragliche Rhythmusstörung auslösen und untersuchen. Diese Untersuchung dauert je nach Komplexität ca. 1 Stunde.

    Manche Rhythmusstörungen können wir im Anschluss noch in derselben Sitzung behandeln. Mittels eines speziellen Katheters werden kleine Areale, die für die Auslösung des Herzrasens verantwortlich sind, mittels Radiofrequenzstrom erhitzt und funktionsunfähig gemacht. Die Behandlung ist zum Teil unangenehm oder gar schmerzhaft, weshalb wir Patienten in der Regel ein Schmerz- und/oder Schlafmittel verabreichen.

    Die Untersuchung und Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie. Viele Behandlungen führen wir ambulant durch und die Patienten können sich üblicherweise sofort zurück in den Alltag begeben. Damit die Einstichstellen für die Katheter gut verheilen, empfehlen wir, schweres Heben und Sport für einige Tage zu unterlassen.

    Komplexe Eingriffe

    Einige sehr komplexe Eingriffe im Bereich der Rhythmologie bieten wir nur am Universitätsspital Basel (USB) an: zum Beispiel ausgedehnte Eingriffe im linken Vorhof, Verödungen in der Herzkammer sowie Entfernungen von infizierten oder defekten Schrittmachern und Defibrillatoren. Alle Voruntersuchungen und Nachkontrollen bieten wir Ihnen jedoch wohnortsnah in Solothurn und Olten an. Eine enge Kooperation mit den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten gewährleisten wir ebenso.

    Arterielle Hypertonie und renale Denervation

    Bei Bluthochdruck haben sich die Veränderung des Lebensstils und medikamentöse Behandlungen etabliert. Für gewisse Hypertonie-Formen existieren interventionelle Behandlungsmethoden. Bekannt ist die Dilatation von Nierenarterienstenosen, die unter Lokalanästhesie durchgeführt wird. Der Eingriff findet ambulant oder kurz stationär statt.

    Ambulante kardiale Rehabilitation – Physiotherapie
    Zuweiser

    Zuweisungsformulare

    Anmeldung und Berichte Ambulatorium

    T 032 627 42 08
    kardiologie.bss@spital.so.ch

    Herzkatheterlabor (HKL) Solothurn – elektive Anmeldung und Berichte

    T 032 627 35 59
    heidi.fedeli@spital.so.ch

     

    Weiterführende Informationen & Links

    Leistungsangebot

    Diagnostik

    • EKG
    • Ergometrie
    • Spiroergometrie
    • 24-Stunden Holter EKG
    • R-Test (7-Tage Event Rekorder)
    • Implantierbare Langzeit-EKG-Rekorder (sogenannte implantable loop recorder)
    • 24-Stunden Blutdruckmessung
    • Echokardiographie (transthorakal, transösophageal, Stressechokardiographie)

    Invasive Kardiologie

    • Links- und Rechtsherzkatheter
    • Koronarangiographie
    • Klappen- und Shuntdiagnostik
    • Reversibilitätstestung bei pulmonaler Hypertonie
    • Ballondilatation und Stentimplantation
    • 24 Stundenbereitschaftsdienst bei Herzinfarkt
    • Shuntverschlüsse, inkl. PFO und ASD
    • Vorhofohrverschluss
    • Endovaskuläre Fremdkörperentfernung
    • Rotablation

    Rhythmologische Gerätetherapie

    • 1- und 2-Kammerschrittmacherimplantation elektiv und dringlich
    • Implantierbarer Defibrillator (ICD)
    • Resynchronisationstherapie (CRT mit oder ohne Defibrillation)

    Ablation

    • AV Knoten Reentrytachykardie (AVNRT)
    • AV Reentry Tachykardie, sogenannte verborgenen akzessorische Leitungsbahnen (AVRT)
    • Präexzitationssyndrom (WPW)
    • Typisches Vorhofflattern
    • AV Knotenablation mit Schrittmacherimplantation bei Vorhofflimmern

    Kardiologische Tagesklinik

    • Transösophageale Echokardiographie
    • Herzkatheteruntersuchungen inklusive Gefässintervention und Shuntverschlüsse
    • Elektrophysiologische Untersuchungen
    • Ablationen von Rhythmusstörungen und Schrittmachertherapie

    Komplexe Eingriffe bei Kooperationspartner Universitätsspital Basel

    • Vorhofflimmerablation (paroxysmal und persistierend)
    • Ventrikuläre Extrasystolie (z.B. RVOT)
    • Kammertachykardien
    • Geräte- und Sondenextraktionen
    • Komplexe rechtsartriale Tachykardien
    • Komplexe AVNRT (AV-Knoten-Reentrytachykardien) oder AVRT (AV-Reentry-Tachykardien)
    • Perkutaner Klappenersatz (TAVI, Mitraclip)