Wonach suchen Sie?

    LABOR

    Im Auftrag der Spitalleitungen organisieren wir die Laboranalytik für unsere ambulanten und stationären Patientinnen und Patienten. Dabei arbeiten wir nach den Akkreditierungsnormen und Grundsätzen der «Guten Labor-Praxis» (GLP und KBMAL).

    Einblick in das Labor

    Zuweiserinformationen

    Unser Team ist immer darin bestrebt, unseren Kunden die qualitativ beste und schnellste labormedizinische Dienstleistung zu garantieren. Das Institut für Labormedizin (IFLM) verteilt sich auf drei Standorte: Bürgerspital Solothurn, Kantonsspital Olten und Spital Dornach.

    Wir wenden manuelle, mikroskopische und automatisierte Methoden an. Unser Computersystem reduziert den administrativen Aufwand im Labor und beschleunigt die Resultatübermittlung auf die Stationen.

    Qualitätsmanagement

    Das IFLM arbeitet nach den Akkreditierungsnormen ISO/IEC 17025 und ISO 15189.

    Die medizinischen Dienstleistungen unserer Labors sind auf das Wohl unserer Patienten ausgerichtet. Unsere Resultate bieten dem behandelnden Arzt eine sichere Grundlage für die Abklärung der Beschwerden und die Behandlung der Patienten. Zur Qualitätserhaltung hat sich unser System bewährt:

    • Unser Team von Fachspezialisten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden bildet sich ständig fort
    • Wir verwenden zugelassene analytische Verfahren mit bekannter Aussagekraft und arbeiten nach standardisierten Abläufen
    • Wir überwachen fortlaufend die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Verfahren durch regelmässige interne und externe Qualitätskontrollen
    • Wir unterhalten ein CIRS-System (Critical Incident Reporting System), das Fehlerquellen und Schwachstellen erfasst, um nötigenfalls korrigierende Massnahmen ergreifen zu können

    Probenmaterial

    Wir überprüfen eingegangenes Probenmaterial auf Eignung zur Auftragserfüllung. Nicht geeignetes Material lehnen wir ab und informieren den Auftraggeber darüber. Nur mit dieser Massnahme können wir garantieren, dass keine Artefakte gemessen werden und keine Verwechslung von Proben vorliegt.

    Resultatfreigabe und Befundübermittlung

    Wir führen die geforderten Untersuchungen raschestmöglich durch und übermitteln sie dem Auftraggeber. Alle Werte werden erst nach eingehender Validierung freigegeben.

    Interne und externe Qualitätskontrollen (Ringversuche)

    Mehrmals täglich werden unsere Geräte internen Qualitätskontrollen unterzogen und deren Werte auf Richtigkeit überprüft.

    Wir nehmen regelmässig an externen Ringversuchen teil, um die Werte mit anderen Laboratorien zu vergleichen.

    Fehlerbehandlung und Beschwerden

    Trotz ausgefeilten Qualitätssicherungssystems schleichen sich gelegentlich Fehler in unsere Arbeit ein. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns darauf aufmerksam machen.

    Jeder Hinweis und jede Beschwerde wird bei uns detailliert aufgenommen und schnell bearbeitet. Nur so können wir Ihnen eine fehlerfreie diagnostische Dienstleistung erbringen und unser Qualitätssystem weiter entwickeln.

    Laborauftrag

    Formulare

    Alle Formulare müssen vollständig ausgefüllt sein. Ist kein Datum/keine Zeit angestrichen, wird die «Einlesezeit des Auftrages im Labor» von unserem System als Blutentnahmezeit übernommen. Die Analysen sind mit dem Farbcode der dafür nötigen Vacutainer-Röhrchen hinterlegt.

    Pro Auftragsformular können verschiedene Materialien (z.B. Blut und Urin) mitgegeben werden.

    Für jede neue Blutentnahme ist ein neues Auftragsformular erforderlich. Die Analysen dürfen nicht mit roter Farbe oder einem dicken Filzstift angestrichen werden.

    Der Laborauftrag muss mit Visum oder Stempel des verordnenden Arztes versehen sein.

    Material

    Das Material muss mit einer Patientenetikette versehen sein. In Ausnahmefällen genügen Name, Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht. Immunhämatologische Proben müssen von der Person, welche das Blut entnimmt, auf der Patientenetikette visiert werden.

    Nicht oder falsch beschriftetes Probenmaterial

    Falsch beschriftete Proben werden vernichtet. Nicht beschriftete Proben werden nur in Ausnahmefällen (bei schwieriger Materialgewinnung, z.B. Liquor) und in Verantwortung des Auftraggebers angenommen. Bei immunhämatologischen Proben (z.B. Blutgruppenbestimmung) werden keine Ausnahmen gemacht.

    Präanalytik

    Die Präanalytik aller Analysen (interne und externe) wie Material, Vorbedingungen usw. können Sie dem Laborbuch entnehmen.

    Nachbestellung/Nachverordnung

    Für jede Nachbestellung wird eine Zusatzverordnung mittels Auftragsformular benötigt. In Ausnahmefällen können nach telefonischer Rücksprache auch andere Lösungen gefunden werden.

    Wie lange nach der Entnahme und aus welchem Material eine Nachbestellung erfolgen kann, ist aus unserer Analysenliste zu erfahren. Ob allenfalls Material vorhanden ist, kann im Labor nachgefragt werden.

    Resultatübermittlung

    Resultate werden in der Regel elektronisch übermittelt. Für unsere externen Kunden stehen der Postweg oder unser Kurierdienst zur Verfügung.

    Kurierdienst

    Alle Kunden, die am Vormittag von unserem Abholdienst bedient werden, erhalten auf diesem Wege die Befunde des Vortages.

    Telefonische Meldung

    Bei ausgewählten Parametern werden Extremwerte unmittelbar telefonisch durchgegeben. Die Liste der kritischen Parameter, bei denen zwingend eine telefonische Mitteilung erfolgt, stellen wir externen Einsendern auf Anforderung gerne zu.

    Eine auffällige Blutbildmorphologie (Lymphom- oder Leukämieverdacht) besprechen wir immer direkt mit dem Einsender.

    Untersuchungsmaterial

    Blutentnahme

    Bei der Entnahme mehrerer Röhrchen wird zur Vermeidung von Kontaminationen folgende Reihenfolge empfohlen:

    • Blutkulturen: zuerst die aerobe, dann die anaerobe
    • Citrat-Plasma (hellblau): Natrium-Citrat 1:10 für Gerinnungsanalysen
    • Serum-Röhrchen (rot) mit Gerinnungsaktivator
    • Serum-Röhrchen (gelb) mit Trenngel und Gerinnungsaktivator
    • Heparin-Röhrchen (dunkelgrün): Lithium & Natrium-Heparin
    • Heparin-Röhrchen (hellgrün): Heparin-Plasma, mit Trenngel
    • EDTA-Röhrchen (lila): EDTA-Blut für Hämatologie
    • Spurenelemente (dunkelblau): ohne Zusatz, silikonisiert
    • Fluorid-Blut (grau): Natrium-Fluorid
    • Citrat-Röhrchen (schwarz): Natrium-Citrat 1:5 für Blutsenkung

    Wichtige Hinweise

    • Gerinnungsanalytik: Citratplasma (hellblau) immer ohne Stauung abnehmen. Vor dem Gerinnungsröhrchen immer ein Röhrchen verwerfen. Vacutainer immer vollständig füllen, weil sonst das Verdünnungsverhältnis Blut/Citrat nicht stimmt und zu massiven Fehlresultaten führen kann
    • Sofortiges, mehrmaliges Kippen/Schwenken der Röhrchen mit Zusatz (hellgrün, hellblau, lila) unmittelbar nach Entnahme ist zwingend notwendig. Das Material muss nach Entnahme sofort ins Labor geschickt werden. Die Qualität nimmt für einige Analysen sehr schnell ab. Vollblut sollte nie für eventuelle spätere Nachbestellungen beim Einsender gelagert werden. Dies führt bei unsachgemässer Lagerung zu falschen Resultaten

    Urinportion

    • Für die Urinchemie und die zellulären Urinuntersuchungen (Streifentest, Sediment) eignet sich der zweite Morgenurin am besten
    • Nach Möglichkeit sollte immer Mittelstrahlurin gelöst werden, da infolge Kontamination und vaginaler Verunreinigung die Analyse schlecht reproduzierbar ist
    • Für die bakterielle Urinuntersuchung eignet sich die Abnahme mit einem Katheter oder die Punktion am besten. Bei Spontan- und Mittelstrahlurin ist eine Kontamination sehr wahrscheinlich. Die Entnahmeart muss unbedingt angegeben werden

    24-Stunden-Urin sammeln

    • Erste Portion verwerfen
    • 24  Stunden sammeln (oder evtl. weniger, genaue Sammelzeit auf Auftrag schreiben!)
    • Letzte Portion ist genau 24  Stunden (od. andere Sammelzeit) nach der ersten (verworfenen) Portion
    • Ganzes Urinvolumen genau messen!
    • Ganze Urinmenge mischen und 1 Urinröhrchen davon abnehmen
    • Für Spezialuntersuchungen in einem Fremdlabor in der Analysenliste nachschauen, wie viel Material es braucht. Unter Umständen muss der Urin während der Sammlung angesäuert und/oder es muss vorab eine bestimmte Diät eingehalten werden

    Knochenmark

    • Möglichst früh im Labor anmelden, um den Zeitpunkt nach Rücksprache mit dem Labor zu vereinbaren. Dies ist auch im Hinblick auf die zusätzlich verordneten Spezialuntersuchungen wie FACS, Zytogenetik, Stammzellkulturen etc. wichtig, da diese Untersuchungen auf gewisse Tage limitiert sind
    • Notfallmässig nur nach Absprache möglich
    • Zu einer KM-Untersuchung gehört immer ein Hämatogramm mit Mikroskop-Differenzierung und Retikulozyten. Die Blutentnahme sollte im Zeitraum der KM-Untersuchung gemacht werden

    Liquor/Punktate

    • Immer unmittelbar nach Entnahme ins Labor bringen
    Hämovigilanz

    Ansprechpartnerinnen und -partner:

    Das Heilmittelgesetz (HMG) vom 1. Januar 2002 regelt die Meldepflicht für jegliche Transfusionszwischenfälle.
    Gemäss Hämovigilanz-Vorschriften sind alle Reaktionen und Nebenwirkungen meldepflichtig.

    Weiterführende Informationen

    Swissmedic-Website: Meldung unerwünschter Transfusionswirkungen (Haemeovigilance)

    Infektserologie

    Gemäss Epidemiengesetz muss das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammen mit den Kantonen die notwendigen Massnahmen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten ergreifen. Auf der Webseite des BAG sind der Zweck und die Funktion des bestehenden Meldesystems beschrieben.

    Folgende Krankheiten, zu denen unser Institut Analysen durchführt, unterstehen der Meldepflicht:

    • Hepatitis-A-Virus
    • Hepatitis-B-Virus
    • Hepatitis-C-Virus
    • HIV
    • Influenza A/B
    • Legionellen
    • Malaria
    • Syphilis (T. pallidum)

    Positive Testergebnisse sind vom Bestätigungslabor an das BAG und an den Kantonsarzt zu melden. Vom behandelnden Arzt wird eine Ergänzungsmeldung verlangt.

    Benötigte Formulare stehen beim BAG online zum Download bereit.

    Ihre Ansprechpartner

    Wir stehen Ihnen gerne von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 17.00 Uhr zur Verfügung.

    Ivo Farkas, akademischer Laborspezialist
    T 062 311 21 52
    E-Mail: ivo.farkas@spital.so.ch

    Andrea Stampfli, Laborspezialistin MSc
    T 032 627 42 58
    E-Mail: andrea.stampfli@spital.so.ch

    Petra Laesser, standortleitende Biomedizinische Analytikerin
    T 062 311 51 01
    E-Mail: petra.laesser@spital.so.ch

    Ursula Jäggi, Qualitätsbeauftragte
    T 062 311 22 43
    E-Mail: ursula.jaeggi@spital.so.ch

    Bakteriologisches Institut Olten (BIO), 4600 Olten
    Corinne Behringer, Leitende Biomedizinische Analytikerin
    T 062 311 51 66
    E-Mail: corinne.behringer@spital.so.ch